"Volksbanken werden für ihre Solidität bestraft"
31.03.2010Hans Pfeifer kritisiert geplante Bankenabgabe
Münster. Der Rheinisch-Westfälische Genossenschaftsverband (RWGV)/Münster kritisiert die vom Bundeskabinett beschlossenen Eckpunkte zur Bankenabgabe. „Die Volksbanken und Raiffeisenbanken sind ohne Staatsgeld durch die Krise gekommen. Sie nun zu einer Sonderabgabe zu zwingen, ist nicht richtig“, sagt Hans Pfeifer, Vorstandsvorsitzender des RWGVs. „Wenn der Staat die Verursacher des Schadens an den Rettungskosten künftiger Krisen beteiligen will, hat das unsere Sympathie. Die regional tätigen Genossenschaftsbanken haben die Krise jedoch nicht verursacht, vielmehr haben sie als Stabilitätsfaktor Schlimmeres verhindert“, so Pfeifer. Eigenverantwortlichkeit und konservatives Bankgeschäft dürften nicht bestraft werden. Die Genossenschaftsbanken lebten seit Jahrzehnten ein funktionierendes Sicherungssystem vor. Der Dachverband der 207 Genossenschaftsbanken in Rheinland und in Westfalen fordert daher Nachbesserungen an dem Konzept. „Statt nur für die Folgen der nächsten Krise zu sparen, sollten die Maßnahmen dort ansetzen, wo die jüngste Krise entstanden ist“, sagt Hans Pfeifer. Spekulative und riskante Bankgeschäfte mit zu wenig Eigenkapital müssten in Zukunft verhindert werden.Den Pressetext zum Download als PDF