Johann Prümers: „Wirtschaftskraft des ländlichen Raums stärken“

05.05.2010

RWGV formuliert fünf Forderungen an die Landespolitik.

Münster. Johann Prümers, Fachvereinigungsvorsitzender der landwirtschaftlichen Genossenschaften in Rheinland und Westfalen, hat kurz vor der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen fünf Forderungen an die Politik formuliert. Der Landwirt aus Steinfurt hob dabei die große Bedeutung der Genossenschaften für die Land- und Ernäh-rungswirtschaft sowie die Volkswirtschaft insgesamt hervor. „Wir bauen auch weiterhin auf die positive Begleitung durch die Landesregierung nicht nur in NRW, sondern auch im Bund und auf europäischem Parkett“, sagte Prümers. Er forderte im Einzelnen:

1. Strukturbegleitung für leistungsfähige Betriebe!
„Die Politik muss Strukturentwicklungen in der Agrar- und Ernäh-rungswirtschaft positiv begleiten. Schlagkräftige Strukturen sind für unsere Landwirtschaft überlebenswichtig und müssen Vorrang vor eventuellen kartellrechtlichen Vorbehalten haben“, so Prümers.

2. Wirtschaftskraft des ländlichen Raums stärken!
Johann Prümers: „Wir brauchen auch nach 2013 eine starke erste Säule der Gemeinsamen Agrarpolitik in Europa. Die Mittel der zweiten Säule müssen künftig stärker der Wirtschaftskraft des ländlichen Raums zu Gute kommen. Allein mit Landschaftspflege ist es nicht getan.“

3. Exporte fördern!
„Die Landwirtschaft in Rheinland und Westfalen und ihre genossenschaftlichen Unternehmen sind auf Exporte angewiesen. Die Politik muss sie dabei nach Kräften unterstützen und Exportbeziehungen zu anderen Ländern fördern“, so Prümers.

4. Vergleichbare Standards schaffen!
„Gerade für Tierhalter und Fleischverarbeiter haben die Gesetzgeber in den vergangenen Jahren weit reichende Ansprüche definiert. Wir werden diesen Anforderungen mit größtmöglicher Transparenz und hohen Qualitätsstandards gerecht. Im Sinne des Verbrauchers aber auch der Wettbewerbsgleichheit fordern wir diese Standards auch für Importe“, so Prümers.

5. Offenheit in der Diskussion!
Johann Prümers: „Ob Klimaschutz oder Gentechnik: Wir fordern eine offene Diskussion ohne ideologische Scheuklappen. Der Landwirt und der Verbraucher sollen ihre Entscheidungen selbst treffen können. Wenn Kennzeichnung – dann ohne Einschränkung!“


Die 181 landwirtschaftlichen Genossenschaften im RWGV machten im Jahr 2009 einen Umsatz von rund 16,2 Milliarden Euro. Sie werden von 138.000 Mitgliedern getragen und beschäftigen rund 16.500 Mitarbeiter in Rheinland und Westfalen.

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