EU will Schutz für jeden dritten Sparer in Rheinland und Westfalen verschlechtern
13.07.2010Die Volksbanken und Raiffeisenbanken in Rheinland und Westfalen wollen den unbegrenzten Schutz für Bankeinlagen ihrer Sparer erhalten. Damit widersprechen sie einem Richtlinienvorschlag zur Reform der Einlagensicherung in der Europäischen Union. Brüssel will die Absicherung von Bankeinlagen auf 100.000 Euro begrenzen.
„Unsere unbegrenzte Einlagensicherung ist ein Stabilitätsanker in der Finanzkrise. Sie gilt aktuell für 6,4 Millionen Sparerinnen und Sparer bei Volksbanken und Raiffeisenbanken in Rheinland und Westfalen – und sie funktioniert seit rund 80 Jahren. Wir appellieren deshalb an die neu zu bildende Landesregierung in Düsseldorf und an die Landesregierung in Mainz, in Brüssel für diesen praktizierten Verbraucherschutz einzutreten“, fordert Hans Pfeifer, Vorstandsvorsitzender des Rheinisch-Westfälischen Genossenschaftsverbandes (RWGV)/Münster, der rund 200 Volksbanken und Raiffeisenbanken vertritt. Pfeifer weiter: „Der Ansatz der EU-Kommission beruht auf wettbewerbsferner Gleichmacherei. Wer – wie wir – mehr leisten kann als nur den Schutz von 100.000 Euro pro Kunde, sollte sein bewährtes System der Einlagensicherung weiterführen können. Wir lehnen es ab, dass Volksbanken und Raiffeisenbanken in einen zusätzlichen EU-Topf einzahlen, den wir nicht brauchen: Er entzieht der Region Geld und bringt den Kunden weniger Sicherheit als unser bewährtes System.“
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