AGRAVIS stellt sich dem Markt
04.05.2012AGRAVIS zieht Bilanz für 2011
- Hauptversammlung in Dorsten vor über 800 Aktionären
- Langfristiges Ziel: Umsatzrendite 1 Prozent
„Die Agrarbranche hatte 2011 einen wirklich erfreulichen Lauf, der beflügelt wurde durch positive Marktsignale und die hohe Investitionsbereitschaft der Landwirte. Davon konnte auch die AGRAVIS-Gruppe profitieren.“ Dr. Clemens Große Frie, Vorsitzender des Vorstandes der AGRAVIS Raiffeisen AG, zog damit vor der Hauptversammlung in Dorsten, die mit rund 800 Aktionären und Gästen sehr gut besucht war, eine positive Bilanz.
„Die Entwicklung verlief in allen Bereichen gut und wir hatten ein erfolgreiches Jahr 2011. Wir haben unsere Marktchancen genutzt und konnten unsere Position ausbauen. Das belegt auch unser Geschäftsergebnis.“ Das Agrarhandels- und Dienstleistungsunternehmen mit Sitz in Münster und Hannover hat mit rund 6,5 Mrd. Euro Umsatz zum ersten Mal die 6 Mrd. Euro-Linie übersprungen und mit 19 Prozent gegenüber dem Vorjahr deutlich zugelegt.
Neben weiterem Wachstum und Ertragsstabilisierung – auch in 2012 – achtet die AGRAVIS aber vor allem auf eine solide Finanzpolitik und insbesondere die Eigenkapitalstärkung, wie Finanzvorstand Johannes Schulte-Althoff deutlich machte: „Das Eigenkapital der AGRAVIS-Gruppe konnte zuletzt um 72 Mio. Euro auf insgesamt 343 Mio. Euro ausgebaut werden – damit hat die AGRAVIS das Eigenkapital seit 2004 nahezu verdoppelt.“ Das bedeute aktuell eine Eigenkapitalquote von 25,4 Prozent „Mittelfristig streben wir rund 30 Prozent an“, gab Schulte-Althoff als Ziel für die kommenden Jahre aus.
Um AGRAVIS dauerhaft auf Wachstumskurs zu halten, sei eine auskömmliche Umsatzrendite von großer Bedeutung, so Vorstandschef Dr. Große Frie vor den Aktionären: „Inzwischen hat sich unsere Umsatzrendite zwar auf 0,75 Prozent erhöht – das ist ein guter Anstieg – aber immer noch weit von der wünschenswerten Dimension entfernt, die bei 1 Prozent und höher liegt.“
Mit der Umsatzverbesserung um rund 1 Mrd. auf 6,5 Mrd. Euro stößt die AGRAVIS Raiffeisen AG in eine neue Liga vor. Zu großer Euphorie erteilte Dr. Große Frie allerdings eine klare Absage und betonte, dass das Unternehmen zwar weiter wachsen wolle und werde, aber die Rahmenbedingungen sich auch stetig änderten. „AGRAVIS will sich auf den Märkten behaupten, muss sich aber einem schnell fortschreitenden, heftigen Wandel in der Struktur des Agrargeschäftes stellen sowie das existierende Geschäft auf hohem Niveau sichern und gleichzeitig die erkennbar internationaler werdenden Dimensionen im Auge behalten.“ Die Herausforderungen sind für den AGRAVIS-Chef damit klar definiert, aber auch die Ziele: „Wir haben die feste Absicht, den Umsatz in den kommenden Jahren weiter auszubauen. Das bisher gezeigte Umsatzvolumen kann nur ein Zwischenschritt auf dem weiteren Wachstumsweg sein.“
Um den Wachstumspfad fortzusetzen, so der Vorstandsvorsitzende, müsse sich die AGRAVIS-Gruppe künftig auch Absatzmärkte im Ausland erschließen, deswegen solle die bereits seit Jahren bestehende Kooperation mit der dänischen DLA-Group in 2012 weiter ausgebaut werden.
Für das laufende Jahr sieht der Vorstandsvorsitzende gute Chancen, dass sich der Umsatz erneut bei über 6 Mrd. Euro „einpendelt“ und auch das Ergebnis vor Steuern in ähnlichen Dimensionen stabilisiert wie in 2011.
AGRAVIS will 2012 das gute Vorjahresergebnis wiederholen
- Umsatz nach vier Monaten bei über 2 Mrd. Euro
- Umsatz soll „über der 6 Mrd.-Euro-Linie liegen“
„Nach dem Spiel ist vor dem Spiel“ – machte der AGRAVIS-Vorstandschef Dr. Clemens Große Frie eine Anleihe an die Sportsprache. „Wir haben 2012 andere Voraussetzungen als im vergangenen Jahr – und merken erneut, dass sich ein Großteil unseres Geschäftes unter freiem Himmel abspielt, sprich wetterabhängig ist.“ Dennoch hat Dr. Große Frie, wie er vor der Hauptversammlung im AGRAVIS-Kraftfutterwerk in Dorsten betonte, klare Ziele für die AGRAVIS vor Augen: „Wir wollen einen Umsatz über 6 Mrd. Euro und ein Ergebnis vor Steuern in Richtung Vorjahresniveau realisieren.“
„Die Kahlfröste zu Jahresanfang, die weitreichende Auswinterungsschäden beim Wintergetreide zur Folge hatten, und die Trockenheit in manchen Regionen haben unser Geschäft mit den Landwirten begleitet und für viel Unsicherheit gesorgt, was die kommenden Ernteerträge angeht. Trotzdem haben wir genügend Anhaltspunkte, um 2012 einzuschätzen zu können.“
AGRAVIS machte in den ersten vier Monaten des Geschäftsjahres rund 2 Mrd. Euro Umsatz und liegt damit exakt auf dem Vorjahresniveau. Das stichtagsbezogene Ergebnis vor Steuern zum 30. April belief sich – genauso wie in 2011 – auf rund 18 Mio. Euro. Das stimmte den Vorstandsvorsitzenden zuversichtlich für die weitere Geschäftsentwicklung, obgleich er betonte, dass es auf dem Weg zu einem guten Jahresergebnis 2012 mit einem Umsatz oberhalb der 6 Mrd.-Euro-Linie noch „viele Unwägbarkeiten“ gebe.
Quelle: Pressemitteilung AGRAVIS
