GFS-Genossenschaft zur Förderung der Schweinehaltung verzeichnet erfolgreiches Geschäftsjahr 2011

18.04.2012

GFS erfolgreich im Geschäftsjahr 2011

Die GFS-Genossenschaft zur Förderung der Schweinehaltung eG, Besamungsgenossenschaft mit Sitz in Ascheberg und Niederlassungen in Nordrhein-Westfalen (Herringer Heide, Kiebitzheide, Rees, Saerbeck), Niedersachen (Rohrsen) und Sachsen-Anhalt (Fischbeck), hat das Geschäftsjahr 2011 trotz der rückläufigen Sauenbestände in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen erfolgreich abgeschlossen. Das war Tenor in den Berichten, die Vorstand, Aufsichtsrat und Geschäftsführung auf der Vertreterversammlung in Nottuln-Appelhülsen ablegten.

Der Gesamtumsatz stieg in 2011 um 3,8 Prozent auf 13,5 (2011: 13) Millionen Euro. 7.979 landwirtschaftliche Unter-nehmen gehörten der GFS zum Jahresende 2011 an. Die Zahl der Eber, die mit Hilfe des weithin anerkannten „Top-Genetik“-Prüfprogrammes für die Zucht ausgewählt werden, beläuft sich aktuell auf insgesamt 1.974 Tiere. Die Zahl der in den Markt gebrachten Spermaportionen für die künstliche Besamung der Sauen erreichte mit 3,6 Millionen Tuben nahezu den Vorjahreswert. Mit guten Ergebniszahlen zum Erfolg der GFS beigetragen hat auch die Tochtergesellschaft GFS-Top-Animal-Service. Hier wurden Umsatzerlöse in Höhe von 5,7 (5,5) Millionen Euro erwirtschaftet.

„Viele Ferkelerzeuger haben im vergangenen Jahr resigniert. Zwei Jahre extrem schlechte Ferkelpreise bei gleichzeitig hohen Kosten für Futter und Energie und vielfach noch anstehende Investitionen für die Einhaltung der Schweinehaltungsverordnung haben dazu geführt, dass Sauenbestände runter gefahren wurden und in etlichen Betrieben die Sauenhaltung eingestellt wurde“, erklärte Geschäftsführerin Annette Niggemeyer in ihrem Lagebericht. „Dies spiegelt sich auch in den abgesetzten Tuben der GFS in 2011 wider, insbesondere für den westdeutschen Raum. Die aktuelle Preissituation bei den Ferkeln gibt wieder Mut. Es bleibt zu hoffen, dass die Preis-hochphase lange genug anhält, so dass nicht nur die finanziellen Defizite ausgeglichen werden, sondern genügend Gewinne für neue Investitionen erzielt werden.“

Investiert hat die GFS vor allem in Programme zur Ermittlung der Vererbungsleistung der Zuchteber aus den verschiedenen Rassen, in Hygienemaßnahmen sowie in eine neue EDV. Ein Zentrallager für Sperma und Zubehör in Ladbergen ist in Vorbereitung. Ebenso der Ausbau der Station Rehweg. Weiterhin stark gefragt waren die angebotenen Praktiker-Meetings.

Während die Sauenbestände in Nordrhein-Westfalen rückgängig seien, wüchsen die Sauenbestände in den neuen Bundesländern, wovon auch die GFS deutlich profitiere, berichtete Niggemeyer weiter. Um die steigende Nachfrage in anderen Regionen außerhalb ihrer Stammgebiete zu bedienen, werde die GFS deshalb in 2013 eine Besamungsstation in Schleswig-Holstein pachten und von dort aus mit dem vorhandenen GFS-Konzept die schleswig-holsteinischen Sauenhalter bedienen.

Mit den verschiedenen Zuchtverbänden, Zuchtunternehmen und Züchtervereinigungen arbeitet die GFS intensiv zusam-men. Zur Förderung der Schweinezucht ist die GFS darüber hinaus intensiv an europaweiten Forschungsprogrammen eingebunden.

Aufsichtsrat, Vorstand und Geschäftsführung wurde auf der vom Aufsichtsratsvorsitzenden Bernhard Stenmanns geleiteten Versammlung einstimmig Entlastung erteilt. Der erwirtschaftete Jahresüberschuss liegt bei 208.000 Euro.

Quelle: Pressemitteilung GFS

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