Schlanke Gremien: Aufsichtsräte und Vorstände verabschiedet
05.06.2012Volksbank Mindener Land wächst weiter zusammen
BildzeileNach der Fusion den Weg zur Verschlankung der Gremien freigemacht: Ausgeschiedene Aufsichtsräte
und Vorstände der Volksbank Mindener Land mit Ehrengast Hans Pfeifer und den verbleibenden Amtinhabern Reinhard Gottschalk (Aufsichtsratsvorsitzender), Peter Scherf und Ulrich Ernsting (beide Vorstand)
Foto: Stephan
Minden (eph). Premiere bei der Volksbank Mindener Land: Erstmalig trafen sich in diesen Tagen die gewählten Vertreter/innen von mehr als 32.500 genossenschaftlichen Bankteilhabern aus Hille, Minden, Petershagen und Porta Westfalica zu einer gemeinsamen Jahresversammlung. Neben viel Formalien (Jahresabschluss, Dividendenbeschluss und Aufsichtsratswahlen) ging es vor allem darum, ausgeschiedenen Gremienmitgliedern für ihren Beitrag zum Gelingen der Fusion zu danken.
Der Reihe nach: Im harten Wettbewerb unter den Finanzdienstleistern hat sich die Volksbank Mindener Land 2011 nach eigenen Angaben erfolgreich behauptet. „Mit der Geschäftsentwicklung im ersten gemeinsamen Jahr sind wir zufrieden“, meinte Vorstandsvorsitzender Peter Scherf in seinem Bericht. Unter dem Strich hat die Bank mit ihren 302 Mitarbeitern (darunter 24 Auszubildende) ein Ergebnis von knapp 7,6 Millionen Euro erwirtschaftet. Der ausgewiesene Jahresüberschuss beträgt 2,3 Millionen Euro. Davon fließen 678.000 Euro in Form einer 5,0-prozentigen Dividende als Gewinnbeteiligung zurück an die Mitglieder. Den entsprechenden Beschluss fasste die Vertreterversammlung (Leitung: Aufsichtsratsvorsitzender Reinhard Gottschalk) einstimmig. Mit dem gleichen Ergebnis wurden das Jahresergebnis festgestellt sowie Vorstand und Aufsichtsrat die Entlastung ausgesprochen.
Einig zeigte sich das Bankparlament auch bei den Wahlen zum Aufsichtsrat: Die vier Amtsinhaber Rolf-Dieter Klocke und Dietrich Meinert (beide Porta Westfalica), Heinrich Meier (Hille) und Harald
Strohmeier (Petershagen) erhielten für drei weitere Jahre das Vertrauen der Vertreter/innen.
Abschied nehmen aus der Mitarbeit im Kontrollgremium hieß es dagegen für insgesamt zehn, zum Teil langjährig engagierte Genossenschaftler. Neun von ihnen hatten mit ihrem freiwilligen Ausscheiden im
Zuge der Fusion den Weg frei gemacht zu einer Verschlankung des Aufsichtsrats: Wolff Bäumlein, Harald Bulmahn, Frank Busse, Heinrich Führing, Walter Dirk Hartmann, Horst Hormann, Wilfried Koch, Dietrich Trölenberg und Bernd Volkening (alle Volksbank Petershagen). Wilhelm Ulrich Seele (Minden), vorübergehend auch ehrenamtliches Vorstandsmitglied, stand nach dem Erreichen der Altersgrenze nicht mehr als Kandidat zur Verfügung.
„Die Volksbank und darüber hinaus die gesamte genossenschaftliche Organisation sind Ihnen zu großem Dank verpflichtet“, würdigte Ehrengast Hans Pfeifer, Vorstandsvorsitzender des Rheinisch-Westfälischen Genossenschaftsverbands (RWGV), das Engagement der ausgeschiedenen Aufsichtsratsmitglieder. Als Zeichen von Dank und Anerkennung für mehr als 20-jährige Mitarbeit zeichnete der Gast aus Münster Wilhelm Ulrich Seele, Heinrich Führing und Frank Busse mit der Silbernen Raiffeisen-Nadel aus. Für die übrigen sieben ehemaligen Aufsichtsräte gab es eine Ehrenurkunde.
Personelle Veränderungen meldet die Volksbank Mindener Land auch aus dem Vorstand: Nach insgesamt 27-jähriger Bankleitertätigkeit in Petershagen hat sich Friedrich Schnittker von den Vertretern offiziell verabschiedet. Er wird Ende Juni in die passive Phase der Altersteilzeit treten. Bereits im Laufe des vergangenen Jahres war Interimsvorstand Dr. Klaus Michel aus dem Führungsteam der Bank ausgeschieden. An der Spitze der größten Kreditgenossenschaft des Kreises Minden-Lübbecke wird damit von Juli an ein Zweiervorstand aus Peter Scherf und Ulrich Ernsting stehen.
