Größter Agrardienstleister der Region steuert auf Halbmilliardenmarke zu

05.06.2012

Raiffeisen Westfalen Mitte auf Wachstumskurs

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Verdiente Genossenschaftler: Für ihr langjähriges ehrenamtliches Engagement in der  Raiffeisen Westfalen Mitte zeichnete Verbandsrepräsentant Johann Prümers (Mi.) die beiden ausgeschiedenen Vorstandsmitglieder Heinz-Georg Lichtenauer (r.) und Alfons Mühlenschulte mit einer Silbernen Ehrennadel aus.
Foto: Stephan

Büren/Soest (eph). Die Raiffeisen Westfalen Mitte eG (RWM), größte Agrargenossenschaft im Hochstift Paderborn und der Hellwegregion, blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2011 zurück. Wie der Vorstand vor Mitgliedern auf der Generalversammlung im Geseker Feldschlösschen mitteilte, steuert das Unternehmen mit seinen angeschlossenen Tochterbetrieben inzwischen auf die 500-Millionen-Euro-Umsatzgrenze zu. Mit 482 Millionen Euro konsolidiertem Umsatz in 2011 ist die Halbmilliardenmarke in greifbare Nähe gerückt. Größter Umsatzträger in den vergangenen zwölf Monaten war die RWM-Tochter Weko-Petrol. Das auf Mineralöl-Handel spezialisierte Unternehmen steuerte 232 Millionen Euro zum Gesamtumsatz hinzu. Etwa 32 Millionen Euro kamen von der Tochter RBS, ein Mischfutterwerk am
Standort Büren. Auf das Kerngeschäft der Genossenschaft entfielen 217 Millionen Euro.

Zu der positiven Entwicklung der Muttergesellschaft RWM haben im vergangenen Jahr vor allem zwei Geschäftsbereiche beigetragen: wertmäßig der klassische Agrarhandel (+ 26 Prozent) und das
Ölgeschäft (+ 24 Prozent). Auf hohem Niveau stabilisiert haben sich die Umsätze im Einzelhandel. Der Wachstumswille der Genossenschaft RWM wird durch eine kontinuierliche Investitionsbereitschaft eindrucksvoll dokumentiert. So wurden in 2011 rund 4,9 Millionen Euro in Sachanlagen investiert - vornehmlich in die Weiterentwicklung der Standortstrukturen. In 2012 wird das Wachstum durch weitere Investitionen gestärkt. Insgesamt bewegt sich das geplante Investitionsvolumen weiterhin über den Abschreibungen.

Die Getreideerfassung der Genossenschaft während der Ernte 2011 lag bei rund 110.000 Tonnen. Vor allem Weizen, Gerste und Raps hat das Unternehmen von den Erzeugern bezogen. Die Gewinn- und Verlustrechnung der RWM weist für 2011 ein Jahresergebnis von 703.000 Euro aus. Durch Beschluss der Generalversammlung (Leitung: Aufsichtsratsvorsitzender Karl Reinhard Roeren-Wiemers) erhalten die Mitglieder der Genossenschaft davon als Gewinnbeteiligung eine Dividende in Höhe von vier Prozent auf ihre gezeichneten Geschäftsanteile. Darüber hinaus hat das Unternehmen seine Anteilseigner durch eine Warenrückvergütung in Höhe von 0,25 Prozent von seiner positiven Entwicklung profitieren lassen. Damit fließen insgesamt 182.000 Euro an die Mitglieder zurück.
 
Dass sie mit Führung und Kurs ihres Unternehmens zufrieden sind, dokumentieren die RWM-Mitglieder auf der Versammlung mit ihrem eindeutigen Abstimmungsverhalten. Nahezu einstimmig beschlossen wurden
die Feststellung des Jahresberichts sowie die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat.

Einig zeigte sich die Versammlung auch bei turnusmäßig anstehenden Personalentscheidungen: Die zur (Wieder-)Wahl anstehenden Aufsichtsratsmitglieder Hans-Bernd Böddeker, Burkhard Mast, Ludger
Rüther-Grobe, Franz-Josef Käuper, Josef Sander und Heiner Thiele wurden für weitere drei Jahre im Amt bestätigt. Ebenfalls wurden die zur Wiederwahl angetretenen Vorstände Norbert Gröblinghoff und Engelbert Kaup im Amt bestätigt. Nach zum Teil vielen Jahren ehrenamtlichen Engagements aus der genossenschaftlichen Mitverwaltung ausgeschieden sind drei Vorstandsmitglieder: Alfons Mühlenschulte aus Möhnesee-Stockum, Heinz-Georg Lichtenauer aus Salzkotten-Thüle und Jürgen Henkelmann aus Anröchte-Klieve. In Anerkennung ihrer langjährigen Verdienste zeichnete Johann Prümers (Steinfurt), oberster Repräsentant der genossenschaftlichen Landwirtschaft in Rheinland und Westfalen, Mühlenschulte und Lichtenauer mit der Silbernen Raiffeisen-Ehrennadel aus. Bei Jürgen Henkelmann bedankte sich die Genossenschaftsorganisation mit der Verleihung einer Ehrennadel.

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